Ute Rausch feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

© Marcus Götz

Am 1. September feiert Ute Rausch ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im Kindergarten. Ute Rausch ist 1961 in Bartenstein geboren, in Billingsbach auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen und ihr Leben lang in Billingsbach geblieben. Nach der mittleren Reife ging sie an die Hauswirtschaftsschule, wo ihr Deutschlehrer ihr gesagt hat: „Du solltest nicht in die Küche, sondern zu den Menschen gehen!“ Daraufhin bewarb sie sich an der Fachschule für Sozialpädagogik in Crailsheim und begann ihre Ausbildung zur Erzieherin. Ihr Anerkennungsjahr führte sie 1980 in den Blaufelder Gemeindekindergarten, wo sie bei Marliese Güttler die Kindergartenarbeit kennen und lieben gelernt hat. Schon bald war sie Gruppenleitung im Gemeindekindergarten und wechselte 1982 als Leiterin in den evangelischen Kindergarten Regenbogen. Nach 13 Jahren unterbrach sie ihren Dienst für sechs Jahre Elternzeit, um für ihre beiden Kinder voll da zu sein. 1999 ist sie dann in den evangelischen Kindergarten zurückgekehrt - als Leitung der Halbtagesgruppe, der Hasengruppe. Im Rückblick auf vier Jahrzehnte stellt sie fest, dass die Kindergärten heute besser mit Personal ausgestattet sind als früher und heute in der Kindergartenarbeit der Blick intensiver auf die Bedürfnisse der Kinder gerichtet wird. Der Orientierungsplan, der vor zwölf Jahren eingeführt wurde, hat vieles verändert. „Durch regelmäßige Elterngespräche lernen wir Erzieher die Familiengeschichten kennen und können dadurch die Kinder oft besser verstehen!“
Die persönlichen Schwerpunkte von Ute Rausch sind Musik, Sprache und Bewegung. Durch das gemeinsame Singen, die fröhlichen Kindertänze und die Bewegung im Freien werden Sprachbarrieren leichter überwunden und alle Kinder haben miteinander Spaß. Auch die christlichen Grundwerte wie einander helfen, miteinander teilen und einander vergeben, sagt sie, werden im Kindergarten gelebt und umgesetzt. Ute Rausch sagt, sie habe in ihrer Kindheit den christlichen Glauben in Nächstenliebe, Geborgenheit und Freiheit erlebt, was sie fürs Leben geprägt hat. Sie möchte diese Werte an die Kinder weitergeben und sie ein Stück weit begleiten. Dass sie heute im Kindergarten schon oftmals die Kinder ihrer früheren Kindergartenkinder betreuen darf, empfindet sie als ein besonderes Geschenk. Diese Kinder sind für sie schon fast so etwas wie Enkelkinder. Man spürt Ute Rausch die Liebe zu den Kindern ab und auch, dass ihr ihr Beruf nach 40 Jahren immer noch Freude macht. Ihr Deutschlehrer hat dies damals schon gespürt!
Text: Marcus Götz