Ute Weigel zum Abschied am 26. Juli 2020

 

Wind und weh ist mir zumute,

denn Du, Du liebe Weigels Ute,

gehst, wie ich’s auch dreh und wende

dieser Tage jetzt in Rente.

 

Daß du einst eingestellt bist worden,

dafür gebührt noch heut ein Orden,

denen, die damals sahen klar

was für ein Volltreffer das war.

 

Denn dein Beruf war auch Dein Leben,

du hast dich ganz hineingegeben,

nie schwanden bei dir, wirklich nie!,

Freude und Schwung und Energie.

 

Du hattest in dein Herz geschlossen,

die Kinder, die dich sehr genossen,

du warst so liebevoll wie klar,

und auch Humor dir wichtig war.

 

Den Eltern warst du immerfort

Institution mit klarem Wort,

Erziehungsprofi, deren Rat

ganz oft geführt zu guter Tat.

 

Und deine treuen Mitarbeiter

warn freundschaftlich Dir Wegbegleiter,

manch Gartenfest, manch schönes Essen,

werden die Deinen nie vergessen.

 

Wieviel Feste an der Zahl,

Jakobiumzüge zumal,

Theaterfahrten, Laternenläufe,

am Weihnachtsmarkt Schneeball’nverkäufe,

 

wie gerne kamen Praktikanten,

die bei dir, was sie brauchten, fanden,

und immer hattest Du Ideen,

die wirklich wert war’n anzusehen.

 

Auch eine der jüngsten war wunderbar:

Derzeit, da Kindiplätze rar,

schlugst du den Kinderkirchraum im Gemeindehaus vor,

und jüngst hat eine Gruppe dort geöffnet das Tor.

 

Du hast um Deinen Kindi gerungen,

und wie eine Löwin alle bezwungen,

die seinem Wohle im Wege standen;

bis gute Lösungen sich fanden.

 

So geht, wie ich’s auch dreh und wende

heute bei uns eine Aera hier zu Ende,

die segensreich ganz ohnegleichen,

doch, liebe Ute, so schnell wird nicht weichen

 

was Du aufgebaut, und wie Du’s gemacht,

und dass Du so vielen hier Segen gebracht,

drum sei nicht traurig heut, sondern sei heiter:

sieh, Simone macht mit deinem Team weiter,

 

und Du, Ute, die du inzwischen Großmutter bist,

ach, ich glaube nicht, dass du unglücklich bist!

Vergiss uns nicht, und wenn wir Rat brauchen

bitten wir dich nicht abzutauchen;

 

genieße die Freiheit, die privat du jetzt hast

mit Joachim, den hätt ich vergessen noch fast

denn auch ihm gebührt heute ein ganz großer Dank

für ganz viel Hilfe, und sei’s am Sicherungsschrank;

 

genieß also die Zukunft, die den Rentnern steht offen,

und bleib stark im Glauben, Lieben und Hoffen,

und bleib wie du bist; mög man noch lang sich begegnen –

deshalb soll Gott dich beschützen und segnen,

 

und dir Jahre schenken viele und gute –

Dir, unserer lieben treuen Ute.