Trauer


Der Tod gehört zum Leben dazu – das wissen wir. Und doch versuchen viele Menschen den Tod zu verdrängen. Wenn wir aber einen Menschen verlieren, dann müssen wir uns nicht nur mit der Trauer um diesen Menschen beschäftigen, wir werden in erster Linie mit viel Organisation konfrontiert.

Als Kirchengemeinde ist es uns wichtig, Ihnen an dieser Stelle zu helfen. Auch, weil wir Christen glauben. Dass der Tod nicht das letzte Wort über unser Leben hat. Wir haben durch Jesus Christus berechtigten Grund zur Hoffnung auf ein ewiges Leben.

Wenn ein Mensch gestorben ist, dann ist einer der ersten Schritte die Auswahl des Beerdigungsinstituts. Dieses kümmert sich normalerweise um viele organisatorischen Dinge der Bestattung. Etwa den Kontakt zur Gemeinde Wallhausen (zuständig für die Friedhöfe) oder auch den Kontakt zum Pfarrer. Wobei Sie auch selbst direkt im Pfarramt anrufen können. Bitte wenden Sie sich dabei immer zunächst an den Pfarrer / die Pfarrerin, die am Wohnort des Verstorbenen tätig ist (auch nach einem Umzug in ein Pflegeheim).

Aussegnung
Ein nächster Schritt kann eine Aussegnung sein. Egal, ob zu Hause oder im Krankenhaus, der Pfarrer ist gerne bereit, Sie mit einer Aussegnung zu begleiten. Bitte teilen Sie dem jeweiligen Pfarrer oder Krankenhausseelsorger mit, ob Sie eine Aussegung vor der Überführung wünschen.

Das Trauergespräch
Vor der Bestattung wird der Pfarrer mit Ihnen einen Termin für ein Trauergespräch ausmachen. In dem Gespräch, das etwa 1,5 Stunden dauert, wird es um organisatorische Dinge gehen (Liedauswahl, Chor, …) gehen aber auch um die Biographie des/der Verstorbenen. Dadurch wird die Trauerfeier möglichst persönlich gestaltet. Wenn Sie sich auf das Gespräch vorbereiten möchten, können Sie die Eckpunkte der Biographie vorher schon aufschreiben. Neben der Biographie wird es auch um eine Bibelstelle im Trauergottesdienst gehen. Oft ist auch der Denkspruch zur Konfirmation dabei hilfreich.

Die Beerdigung
Normalerweise findet die Beerdigung auf einem der beiden Friedhöfe (Hengstfeld, Michelbach/Lücke) um 13.30 Uhr statt (Absprache mit Gemeinde Wallhausen und Pfarramt Hengstfeld-Michelbach/Lücke). Folgender Ablauf ist dabei üblich:

Erdbestattung / Urnenbestattung mit anschließender Trauerfeier in der Kirche

An der Aussegnungshalle
13.30 Uhr    

Die Glocken läuten etwa 2 Minuten
Der Chor singt ein Lied
Votum und kurze Ansprache des Pfarrers
Gang zum Grab

 

Am Grab

Der Chor singt ein Lied, währenddessen wird der Sarg/die Urne abgelassen
(Erdwurf) Bestattungswort
Auferstehungswort
Gemeindelied: Christ ist erstanden (EG 99)
Vater Unser
Ansagen und Segen
Der Chor singt ein Lied
Abschiednehmen am Grab

 

Etwa 13.55 Uhr

 

In der Kirche

Die Glocken läuten, bis alle in der Kirche sind
Musikalisches Vorspiel (meist Orgel)
Votum
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Gebet und Schriftlesung
Predigt zu einem Bibelwort, Biographie
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Fürbittengebet
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Segen
Musikalisches Nachspiel (meistens Orgel)

 

Aussegnung zur Feuerbestattung mit anschließender Trauerfeier in der Kirche
(Die Urnenbestattung findet dann zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt).

 

An der Aussegnungshalle
13.30 Uhr   

Die Glocken läuten etwa 2 Minuten
Der Chor singt ein Lied
Votum und kurze Ansprache des Pfarrers
Der Chor singt ein Lied
Vater Unser
Ansagen und Segen
Der Chor singt ein Lied
Abschiednehmen am Sarg, danach Gang zur Kirche

 

Etwa 13.50 Uhr

In der Kirche   

Die Glocken läuten, bis alle in der Kirche sind
Musikalisches Vorspiel (meist Orgel)
Votum
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Gebet und Schriftlesung
Predigt zu einem Bibelwort, Biographie
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Fürbittengebet
Gemeindelied (aus dem Evangelischen Gesangbuch)
Segen
Musikalisches Nachspiel (meistens Orgel)

 

Viele Angehörige treffen sich im Anschluss an die Trauerfeier zum Beerdigungskaffee. Hier besteht auch die Möglichkeit, dies im Gemeindehaus in Hengstfeld durchzuführen. Sprechen Sie uns in diesem Fall bitte darauf an.

 

Nach der Trauerfeier ist für Trauerende oft noch kein Alltag in Sicht. Trauer braucht Zeit (Prediger 3). Und manchmal auch ein Gespräch. Nutzen Sie bitte die Angebote unserer Kirchengemeinde und unseres Kirchenbezirks. Auch bei Trauernden Eltern gibt es gute Möglichkeiten, Hilfe in der Trauer zu finden. Sprechen Sie auch gerne unseren Pfarrer an. Auf Wunsch nimmt er sich gerne Zeit für Sie.

 

Am Ewigkeitssonntag (letzter Sonntag im Kirchenjahr, Sonntag vor dem 1. Advent) laden wir alle Angehörigen, die im vergangenen Jahr einen Menschen verloren haben, in unsere Kirchen ein. In diesem Gottesdienst soll Gelegenheit sein, noch einmal zurückzuschauen und zu gedenken.