Diakonie Ländle "Welcome"

Was bisher „Diakonielädle“ genannt wurde, heißt nun „welcome“.

Insgesamt gut 70 Vorschläge gingen beim ausgelobten Namenswettbewerb ein, aus denen eine Jury sich für diesen Vorschlag entschied. Der Gewinner / die Gewinnerin möchte anonym bleiben und spendet den Gewinn für „welcome“. Zur Jury gehörten Bürgermeisterin Petra Weber, Pastoralreferent Felix Edelmann, Vera Gropper, Vertreterin des Diakoniever-bandes, die Mitglieder des Arbeitskrei-ses und Dekan Siegfried Jahn.

 

Inzwischen werden auch schon der leichte Umbau und die Renovierung der ehemaligen Kindergartenräume geplant. Damit die Fahrradwerkstatt groß-räumiger wird, wird eine Wand im WC-Raum versetzt. Die vorherige Garderobe der Kinder wird zu einem kleinen Büroraum umgebaut, ansonsten werden die Räume gestrichen und die Böden gereinigt. Die Toiletten werden um ein Erwachsenen-WC und ein WC für Menschen mit Behinderung erweitert. Schließlich soll unser Haus ja auch für behinderte und alte Menschen leicht benutzbar und zugänglich sein. Eine Rampe am Haupteingang wird dazu gute Dienste leisten und auch Eltern mit Kinderwagen den Zugang möglich machen.

 

Wann alles fertig sein wird, ist noch ungewiss. Denn nach der Planung durch das Architekturbüro Pries wird erst die Ausschreibung folgen und dann die Umsetzung der Arbeiten erfolgen.

 

Im „welcome“ wird es ein gutes Angebot an brauchbarer Kleidung und Haushaltsartikeln geben. Und wer Begegnung sucht oder schlichtweg einen Kaffee trinken möchte, der ist herzlich willkommen. Sich umschauen kostet nichts. Außerdem soll auch ein über-schaubares Angebot von Eine-Welt- Waren angeboten werden. Und wer ein Fahrrad braucht oder eine Reparatur durchführen lassen möchte, auch der ist gut bei uns beraten.

 

Wer uns mit seinen Möglichkeiten unterstützen möchte, darf sich im Dekanat melden (07953 886-10). Wir suchen noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich gerne für andere Menschen einsetzen – ganz, wie es ihnen zeitlich möglich ist. Wir gehen entgegenkommend auf ihre Möglichkeiten ein.

 

Dekan Siegfried Jahn

Welcome in Blaufelden

Im ehemaligen evangelischen Kindergarten soll ein inklusives Begegnungsangebot entstehen, das offen ist für alle: Verkaufsladen, Café und Werkstatt.


In Gaildorf heißt es „Diakonie lädle“, in Schwäbisch Hall „Brenzlädle“, in Langenburg „Brauchbar“ und in Gerabronn „Offenbar“ – und jetzt wird in Blaufelden im ehemaligen evangelischen Kindergarten in der Rothenburger Straße Platz für ein Begegnungsangebot geschaffen, ein inklusives noch dazu. Und der Name steht auch schon fest: „Welcome“.


Auf ein baldiges Welcome im „Welcome“ – mit diesen Worten beendeten Vera Gropper vom Diakonieverband Schwäbisch Hall in Blaufelden und Siegfried Jahn, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Blaufelden, ihre Präsentation in der Gemeinderatssitzung am Montag. Das „Welcome“ sei „das jüngste Kind, das wir miteinander bewegen“, so sagte es Jahn. Es sei offen für alle, auch für „nicht kirchlich gebundene Menschen“. Eröffnung könnte im Spätsommer oder Herbst sein, wie Gropper gestern am Telefon sagte.


Zum Trägerkreis gehören die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Blaufelden sowie die Kommune. Der Diakonieverband fungiert als Kooperationspartner. Blaufeldens Bürgermeisterin Petra Weber findet „eine offene Geschichte wichtig“ und dass die Einrichtung „nicht nur kirchlicher Natur“ ist. „Wir wollen diesen Laden nicht betreiben“, gibt sie zu verstehen. Die Unterstützung der Gemeinde könnte beispielsweise so aussehen, dass sie sechs Stunden Reinigung pro Monat übernimmt. So ein Modell wird in Gerabronn praktiziert.


Das inklusive Begegnungsangebot in zwei Räumen des Erdgeschosses sieht so aus: ein Laden mit Klein- und Haushaltswaren und Kleidung sowie eine Fahrrad- und Reparaturwerkstatt. Zudem ist ein kleines Café vorgesehen. Die Waren sollen über Spenden reinkommen, verkauft wird zu einem möglichst geringen Preis, wie es heißt.


Am Anfang ist geplant, das „Welcome“ zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden zu öffnen. Die Zeiten sind natürlich erweiterbar, sie hängen davon ab, wie viele Ehrenamtliche mitmachen. Laut Gropper hätte sich schon eine kleine zweistellige Zahl an Interessenten gemeldet. Die Ehrenamtlichen bilden dann den sogenannten Steuerkreis.


Um die Renovierung der zwei Räume voranzubringen, wie Jahn das formulierte, sind 25 000 Euro vorgesehen, für „Sachkosten in der Aufbauphase“ geschätzte 10 000 Euro. Die Planung sieht auch einen behindertengerechten Zugang mit einer Rampe vor, die es auch Eltern mit Kinderwagen einfacher macht, ins Gebäude zu gelangen.


Am Ende hängt der Erfolg des Angebots auch davon ab, wie viele Leute kommen. Die „Offenbar“ in Gerabronn gibt es seit sechs einhalb Jahren. Sie wird gut angenommen, Leiterin Gertrud Gronbach spricht aber von einer „ganz langen Anlaufzeit“. Eine Vermutung dafür hat sie auch. „Die Hemmschwelle ist groß, unter der Woche irgendwo hinzugehen“, sagt Gronbach. „Wir sind ja auf dem Land.“

Das Haus in der Rothenburger Straße 7 erzählt seinen Lebenslauf


Bevor die Kirchengemeinde mich 1953 gekauft hat, war ich das kleine Schulhaus. Das eigentliche Schulhaus stand dort, wo heute die Volksbank ist. Als das kleine Schulhaus gab es in mir früher nur einen Klassenraum.
1947/48 wurde ich dann vergrößert, beherbergte vier Klassenzimmer und die Oberschul-Klassen 1 - 4 von Crailsheim. Nach dem Krieg wurden die Blaufelder Schüler auch in Baracken unterrichtet: sie standen dort, wo heute der Spielplatz vor der Mehrzweckhalle ist. Der Kindergarten war damals übrigens auch in einer Baracke und wurde von Tante Gina geleitet.
1953 wurde ich dann zum Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde. Aber nur ein Raum wurde als Gemeinderaum genutzt: oben der erste links. Der zweite Raum oben war vermietet an die Bauernkrankenkasse. Unten im hintersten Raum rechts war der Evangelische Kindergarten in einem Raum untergebracht. Unten im vorderen Raum hat die Kindergärtnerin gewohnt. Mit spanischen Wänden hatte man Tante Mathilde (Mügge) aus diesem Raum eine kleine Wohnung gemacht.
Da sie nur kurze Zeit da war, hat 1956 Tante Paula (Grabowski) den Kindergarten übernommen. Da sie in Blaufelden gewohnt hat und diese „Einzimmerwohnung“ nicht mehr benötigt hat, wurde der Kindergarten auf zwei Räume erweitert. Ungefähr 50 Kinder waren damals im Kindergarten und die Kindergartenleiterin hatte immer noch eine Helferin dabei: „Doa isch umgange!“ Mein Erdgeschoss blieb dann für immer Kindergarten.
Als die Bauernkrankenkasse aufgehört hat, hat die Kirchengemeinde den Raum oben übernommen und Herr Vetterle hat dort Ende der 70er- Anfang der 80er-Jahre mit der Diakonischen Bezirksstelle seine Arbeit begonnen.
Als dann das Dekanswohnhaus im Ahornweg 12 gebaut war und Familie Rümelin 1976 dort eingezogen ist, gab es schon bald auch in der Hauptstraße einen Gemeinderaum, aber trotzdem wurden in meinem Gemeinderaum im ersten Stock bis Anfang der 90er-Jahre auch Kirchengemeinderatssitzungen abgehalten.
Was habe ich seit meinem Evangelischsein nicht alles erlebt? Als Gemeindehaus waren in mir Konfirmandenunterricht, Bibelstunden, Kirchengemeinderatssitzungen und Posaunenchorproben. Was mich ganz besonders freut, ist, dass in mir auch Gottesdienste, Taufen und kirchliche Trauungen gefeiert wurden. Als Kirche wurde ich immer dann genutzt, wenn die Ulrichskirche aufgrund von Renovierungsmaßnahmen vorübergehend geschlossen war. Unter Dekan Lang wurde nämlich ab 1952 die Kirche immer wieder abschnittsweise renoviert.


Der Grund dafür liegt darin, dass die Gemeinde früher immer Geld ansparen wollte, um die Kirche renovieren zu können, doch aufgrund der Kriege, Inflationen und Währungsreformen war das Geld ein paar Mal nichts mehr wert, bevor die Ersparnisse für eine richtige Renovierung der Kirche gereicht hätten. Deshalb hatte Dekan Lang dann die Idee die Kirche abschnittsweise zu renovieren: immer so weit wie das Ersparte gerade gereicht hat. Lange Zeit war der Kindergarten nur in meinem Erdgeschoss, weil der Kindergarten auch immer nur eine Gruppe hatte.
Ende der 90er-Jahre wurde der Kindergarten dann auf zwei Gruppen erweitert und ich wurde „ganz“ Kindergarten. Das neue Gemeindehaus wurde von 1997 – 1999 gebaut und meine beiden Gemeinderäume sind dann dorthin umgezogen. In meinem Dachgeschoss war übrigens schon immer eine Wohnung, doch ein Pfarrhaus war ich nie. Das Dachgeschoss war immer vermietet. Wenn ihr das eine oder andere noch genauer wissen wollt, und ich gerade nicht zu erreichen bin, dann wendet Euch doch einfach an

Elfriede Hassel

Es geht los!
Am Pfingstmontag ist die Einweihung unseres Welcome.
Dafür brauchen wir ihre Waren wie Kleider, Schuhe, Bettwäsche und Haushaltswaren (Besteck, Geschirr, Töpfe,..) Es ist wichtig, dass diese Dinge funktionsfähig, sauber und noch gut tragbar sind.
Die Annahme der Ware ist immer am Mittwoch (02.05. / 09.05. / 16.05.)
von 18 – 20.00 Uhr und am Samstag (05.05.) von 10 -12.00 Uhr. Über eine rege Unterstützung von ihnen freuen wir uns.

Für die Einrichtung und Ausstattung der Werkstatt in unserer Begegnungsstätte Welcome suchen wir Werkbänke, evtl mit Schraubstock, einen Werkzeugschrank und alles an Werkzeug was man vor allem zum Reparieren von Fahrrädern gebrauchen kann.
Bitte scheuen Sie sich nicht, es kann gerne auch schon etwas gebraucht sein, nur solide muss es sein.
Wenn Sie etwas abgeben können, das für uns geeignet sein könnte, Sie es aber nicht mehr brauchen, dann melden Sie sich doch bitte im Dekanat.
Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.(Tel. 07953-88610)

Einladung zum Tag der offenen Tür am 21. Mai 2018