Pfarrplan 2024 in Blaufelden beschlossen

Die Frühjahrssynode des evangelischen Kirchenbezirks Blaufelden hat am letzten Donnerstagabend den Pfarrplan 2024 beschlossen - die Synode dauerte eine Stunde länger als geplant.

Für den Kirchenbezirk Blaufelden sieht der Pfarrplan 2024 vor, dass der Kirchenbezirk von seinen derzeit 19,25 Pfarrstellen bis zum Jahr 2024 zweieinhalb Stellen reduziert haben muss. Dekan Siegfried Jahn erläuterte, dass die Zahl der Gemeindeglieder zurückgehe - im Kirchenbezirk Blaufelden derzeit um 0,8% pro Jahr. Von 1991 - 2001 sei noch ein Anstieg von Gemeindegliedern zu verzeichnen gewesen, doch seit 2001 sei ein stetiger Rückgang Realität. Der stellenkürzende Pfarrplan sei jedoch vor allem deshalb notwendig, weil derzeit und in Zukunft viel mehr Pfarrer in den Ruhestand gehen als junge Pfarrer nachkommen. Der Pfarrplan, den die Landessynode beschlossen hat, hat eine gerechte Verteilung der Pfarrer-Ressourcen auf die 47 Kirchenbezirke in Württemberg zum Ziel. „Ohne Pfarrplan hätten wir mehr Pfarrstellen, aber diese blieben mangels Pfarrer unbesetzt“, gab Jahn zu bedenken. Deshalb soll durch die Pfarrpläne die Zahl der Pfarrstellen an die Zahl der immer weniger werdenden Pfarrer angepasst werden. Als Richtgröße für die Veränderungen bis 2030 gilt: keine Pfarrstelle mit weniger als 1.000 Gemeindegliedern. Ein Pfarrplan-Sonderausschuss, der aus 16 Bezirkssynodalen besteht, hat in den letzten Monaten in sieben Sitzungen die Vorschläge erarbeitet, die bei der Synode zum Beschluss vorgelegt wurden. Da in der Bezirkssynode auch Zuhörer aus den betroffenen Gemeinden anwesend waren, haben die Synodalen mehrheitlich beschlossen, dass ausnahmsweise auch die Zuhörer sich an der Beratung beteiligen dürfen. Nach langer Debatte wurden als Veränderungen beschlossen, dass die Stelle „Pfarrer zur Dienstaushilfe beim Dekan“ von 100% auf 50% reduziert wird und dass die Pfarrstelle Billingsbach-Herrentierbach und die Pfarrstelle Spielbach-Heiligenbronn aufgehoben werden. Die Kirchengemeinden Billingsbach und Herrentierbach werden in Zukunft vom Pfarramt Ettenhausen-Riedbach mitversorgt, die Kirchengemeinden Spielbach und Heiligenbronn werden in Zukunft vom Pfarramt Leuzendorf-Schmalfelden mitversorgt. Als Pfarrsitze haben sich die Synodalen für Ettenhausen und Spielbach entschieden. Diese Beschlüsse werden nun vom Oberkirchenrat geprüft und dann der Landessynode zum endgültigen Beschluss vorgelegt.

Text und Bilder: Pfarrer Marcus Götz