Erstvorschlag

Aus einem Erstvorschlag gingen Veränderungen mit Zustimmung hervor (Veränderungen ohne Widerspruch):

* Hengstfeld und Michelbach/Lücke gehen zusammen und erhalten einen 25% Sonderauftrag im Nebenamt (Diakoniepfarrer/in); Pfarrsitz: Hengstfeld

Stellungnahme Hengstfeld 1 - Stellungnahme Hengstfeld 2

* Schmalfelden (Stellungnahme) und Leuzendorf (Stellungnahme) gehen zusammen; Pfarrsitz: Leuzendorf

* 50%-PDA-Vakaturvertretung entfällt ersatzlos

(bei Schmalfelden)

* Ettenhausen-Riedbach (Stellungnahme) übernimmt Schrozberg II(Stellungnahme);

Pfarrsitz: Ettenhausen

 

Nach dem Erstvorschlag, wurden dann aus zweierlei Gründen Überarbeitungsprozesse notwendig:

* Die Rückmeldung der Gesamtkirchengemeinde Reubach hat dazu geführt, dass die Zuteilung zu Hengstfeld nochmals überdacht wurde und nur Michelbach/Lücke zu Hengstfeld, Reubach und Kleinansbach aber mit Brettheim zusammengeordnet wurden

* Erst nach dem Erstvorschlag wussten wir, dass der Oberkirchenrat die über mehrere Jahre aufrechterhaltene PDA-Stelle zurückfordert (Pfarrer zur Dienstaushilfe beim Dekan). Eigentlich wären PDA-Stellen nur drei Jahre besetzt. Dadurch wurde Amlishagen-Michelbach/Heide in die Veränderungen des Pfarrplanes 2018 einbezogen. Bei allen fortschreitenden Erkenntnissen hatten wir auch bestimmte Zeitvorgaben, sowie einen klar und von vorneherein vereinbarten Entscheidungsweg im Blick zu behalten. Gremien, die Entscheidungen treffen, sind dabei ausschließlich der Pfarrplansonderausschuss und die Bezirkssynode.

Zweitvorschlag

Aus der Überarbeitung des Erstvorschlags ging deshalb ein Zweitvorschlag hervor, der in eine erneute Anhörungsphase der betroffenen Kirchengemeinden zu bringen war und gegen den folgende Einwendungen erhoben wurden:

Widerspruch des Distrikts Gerabronn

Die Stellungnahme wendet zwei Hauptargumente gegen die Aufhebung von Michelbach/Heide und Amlishagen ein:

* die Zusammengehörigkeit von Michelbach mit Dünsbach/Ruppertshofen wird abgelehnt; die Zusammengehörigkeit von Amlishagen mit Gerabronn jedoch können sich beide Kirchengemeinden einigermaßen vorstellen

* es bestand die Sorge, dass die diese Zusammenordnung(von Michelbach und Amlishagen) eine Gesamtgemeinde Gerabronn mit einem Teampfarramt (zwei Stellen) unmöglich machen würde.

 

Dagegen stehen folgende Gründe des Pfarrplansonderausschusses, die zu diesem Vorschlag geführt haben:

* Eine Gesamtlösung Gerabronn ist keineswegs unmöglich gemacht; sie ist jedoch mit manchen Fragen verbunden, zu deren Klärung es Zeit bedarf; wenn Michelbach-Amlishagenmit einer vom Oberkirchenrat zugesagten beweglichen Pfarrstelle für drei Jahre besetzt wird,  ist nach dem Weggang durch die Pensionierung von Pfr. Beißwanger eine Frist von drei Jahren gewonnen. Ein Zusammengehen aller Kirchengemeinden im Distrikt wird nicht überhastet, sondern kann geordnet vollzogen und mit Hilfe der Gemeindeberatung auch gut überlegt werden. In diesen drei Jahren können also drei Pfarrer/innen fünf Gemeinden versorgen und die Zeit vorbereiten, in der zwei Pfarrer/innen für fünf Gemeinden zuständig sind. Würden in Michelbach/Heide-Amlishagen keine Veränderungen vorgenommen, wäre die weitere Situation höchstwahrscheinlich diese: Nach der Pensionierung von Pfr. Beißwanger erfolgt für diese Pfarrstelle bis Februar 2014 keine Besetzung (Wiederbesetzungssperre). Ob danach eine Besetzung zustande käme, darf mehr als bezweifelt werden. Das heißt: Es müsste für Michelbach-Amlishagen in einem langen Vakaturzeitraum genau derjenige Vertretungsvorschlag eingesetzt werden, den der Vorschlag des Pfarrplans beschreibt.

* zur abgelehnten Zusammengehörigkeit Michelbach/Heide mit Dünsbach-Ruppertshofen bleiben folgende Fragen: Mit wem soll Michelbach sonst zusammengehen? Langenburg sind weitere Veränderungen derzeit nicht zumutbar; soll es allein eine Stelle bleiben – mit 350 Gemeindegliedern? Das wäre jenseits aller vergleichbaren Zumutungen, die in unserem Kirchenbezirk gang und gäbe sind. Auch Dünsbach/Ruppertshofen ist für sich alleine als 100%-Pfarrstelle nicht nachhaltig sicher. Also: Dünsbach-Ruppertshofen und Michelbach/Heide zusammenzufassen, ist keine abwegige Variante. Der Zusammenschluss mit Obersteinach scheidet zumindest für den jetzigen Pfarrplan aus: Dazu müssten Bezirks-Gremien in Schwäbisch Hall und dann auch im Kirchenbezirk Blaufelden längst getagt haben. Außerdem sieht es aus Haller Sicht wohl eher so aus, dass Ruppertshofen nach Ilshofen kommt und damit in den Kirchenbezirk Schwäbisch Hall wechseln soll, wobei ich mir (wen wird es wundern) den genau umgekehrten Weg vorstellen kann, denn wenn A nach B kommt, kann B auch zu A kommen.

* Zusammenfassung: Die vorgeschlagene Zusammenordnung ist ein erster Schritt, einer Weiterentwicklung zur Großgemeinde Gerabronn mit Teampfarramt steht nichts im Wege. Anstehende Fragen dazu müssen aber in auskömmlicher Zeit gut bedacht werden.

 

Vorschlag für das Stellenverteilungskonzept:

* Michelbach/Heide und Dünsbach/Ruppertshofen gehören zu einem Pfarramt; Pfarrsitz: Dünsbach. Das staatliche Pfarrhaus in Michelbach/Heide soll für die Besetzung der beweglichen Pfarrstelle noch bestehen bleiben. Deshalb wird im Stellenverteilungskonzept vermerkt, dass Michelbach/Heide von Dünsbach-Ruppertshofen versorgt wird und die Pfarrstelle Michelbachvorläufig nicht aufgehoben wird, jedoch von der Ausschreibung abgesehen wird.

* Amlishagen und Gerabronn gehören zu einem Pfarramt; Pfarrsitz: Gerabronn

 

Widerspruch der Kirchengemeinde Brettheim

Die Kirchengemeinde Brettheim macht folgende Einwendungen:

* Reubach/Kleinansbach können sich die Zusammengehörigkeit mit Brettheim denken (war deren Wunsch im Anhörungsverfahren I)

* Brettheim dagegen kann sich diese Lösung nicht vorstellen; Grund: Die hohe Belastung durch den Anteil des Pfarrers an der Geschäftsführung des Hauses der Musik und Begegnung.

 

Dagegen stehen die Gründe, die zum Vorschlag des Pfarrplansonderausschusses geführt haben:

* Es ist unbestritten, dass das Haus der Musik und Begegnung leistet, was sein Name sagt; dieses Haus und die Angebote, die damit zusammenhängen, sind eine wertzuschätzende Arbeit geworden – daran gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel; die Geschäftsführung des Hauses der Musik und Begegnung ist deshalb auch eine Herausforderung, die aber auch durch die Gründerarbeit des Pfarrehepaares erst im Laufe der Jahre so geworden ist; esstellen sich jedoch folgende Fragen: Soll die Verantwortung des Hauses so weitergehen, wie das bisher war (dann hätte ich manche Bedenken)? Können wir es uns leisten, die Kompetenz des Pfarrers in den Bereich der Geschäftsführung des Hauses einzubringen? Macht dieser Teil der Arbeit die Stelle attraktiv im Blick auf neue Bewerber/innen? Und: Ist Brettheim aufgrund des Hauses der Musik und Begegnung von allen Pfarrplanprozessen auszunehmen?

* Brettheim hat derzeit 796 Gemeindeglieder und hätte nach dem ersten Vorschlag im Pfarrplan 2030 die eigenständige Kirchengemeinde  Wiesenbach mit einem sehr agilen Gemeindeleben und weiteren 702 Gemeindeglieder hinzubekommen(insgesamt 1.500 Gdeglieder); demgegenüber sind es jetzt mit Reubach/Kleinansbach nur 333 Gemeindeglieder, die hinzukommen, also 370 weniger!

* Brettheim ist eine starke Gemeinde!; außerdem bringt man zu Brettheim zwei Kirchengemeinden, die sich das Zusammenkommen wünschen, was den Prozess des Zusammenwachsens noch unterstützen kann

* es kommen Gemeinden hinzu, die zur gleichen Kommune gehören: Der Besuch der gemeinsamen Grundschule lässt auch auf ein förderliches Zusammenwachsen hoffen

* solange Reubach besetzt ist, wird der Vorschlag nicht umgesetzt (Wechsel sind grundsätzlich nie voraussagbar, aber in diesem Fall unwahrscheinlich); hoffen wir, dass Brettheim besetzt wird, solange Reubach besetzt ist

 

Vorschlag für das Stellenverteilungskonzept:

beim Vorschlag bleiben (vgl. Vorschlag II); Pfarrsitz: Brettheim

Zusammenfassung

Das gesamte Stellenverteilungskonzept des Pfarrplans 2018

* Hengstfeld, Michelbach/Lücke und 25% Sonderauftrag im Nebenamt (Diakoniepfarrer/in); Pfarrsitz: Hengstfeld

* Schmalfelden und Leuzendorf gehen zusammen; Pfarrsitz: Leuzendorf

* 50%-PDA-Vakaturvertretung entfällt (bei Schmalfelden)

* Ettenhausen-Riedbach übernimmt Schrozberg II; Pfarrsitz: Ettenhausen

* Brettheim und Reubach/Kleinansbach gehen zusammen; Pfarrsitz: Brettheim

* Amlishagen und Gerabronn gehen zusammen: Pfarrsitz: Gerabronn

* Michelbach/Heide und Dünsbach/Ruppertshofen gehen zusammen; Pfarrsitz: Dünsbach

 

Folgende Entscheidungen kommen hinzu:

* 100%-PDA-Stelle wird der Landeskirche wieder zurückgegeben und steht uns dann wieder zur Verfügung (eine Besetzung ist längere Zeit nicht zu erwarten; den Antrag werde ich jedoch stellen)

* Reduzierung der Wiederbesetzungssperre: Mit den oben genannten Stellenveränderungen reduzieren wir 0,25 Stellen zu viel: Wir haben jetzt 22 Pfarrstellen, dürfen aber nach dem Pfarrplan 2018 nur 19,25 Stellen haben (Differenz 2,75 Stellen). Unsere Vorschläge reduzieren jedoch um drei Pfarrstellen. Diese Viertelsstelleschlagen wir vor, in die Reduzierung der Wiederbesetzungssperre zu investieren, die sich von 14 Monaten (einen Monat mehr als bisher) auf dann nur elf Monate verringert; da  die Wechsel meistens im Sommer stattfinden, ist die Zeit, ein Jahr später jemanden zu bekommen, größer (keine überzogenen Hoffnungen).

Beschlussfassung

Zur Beschließung des Stellenverteilungsplans wurde eine geheime Abstimmung beantragt.

 

Es kam zu folgendem Ergebnis:

            Stimmberechtigte: 59 Bezirkssynodale

            Ja-Stimmen:         46

            Nein-Stimmen:      13

Damit ist das Stellenverteilungskonzept mit großer Mehrheit angenommen worden.

Weiteres Vorgehen

* Nun muss der Oberkirchenrat das Stellenverteilungskonzept nochmals anschauen

* wenn dort alles genehmigt wird, wird das Stellenverteilungskonzept im Frühjahr 2013 in die Landessynode eingebracht. Erst wenn es dort beschlossen wurde, ist es auch rechtskräftig.