Wozu braucht es einen Pfarrplan?

* Der Pfarrplan wird alle 6 Jahre stattfinden:

2018 – 2024 – 2030 …

Hier können Sie eine Tabelle herunterladen (pdf-Datei mit 25 kB)

Hier können Sie eine Karte zu unserem Kirchenbezirk herunterladen (pdf-Datei mit 227 kB)

 

* Demographischer Wandel:

Es werden immer weniger Kinder geboren, also auch Mitgliederrückgang in der Landeskirche. Die Kirchenaustritte sind nicht so sehr ausschlaggebendes Moment, verstärken aber den demographischen Wandel noch.

Dies bedeutet auch weniger Kirchensteuereinkommen, um die Pfarrstellen zu finanzieren.

 

* Die derzeit absehbare Situation:

2030 wird die Landeskirche 20% weniger Gemeindeglieder haben als heute, aber 40% weniger Pfarrer und Pfarrerinnen, weil zwischen 2020-2030 die geburtenstarken Jahrgänge in Pension gehen und der Nachwuchs (aufgrund des demographischen Mangels) so schwach ist, dass die Abgangszahl nicht durch Nachwuchs ausgeglichen werden kann. Würde kein Pfarrplan durchgeführt werden, hätte das zur Folge, dass in wenigen Jahren eine Menge Pfarrstellen, aber keine Pfarrer/Pfarrerinnen vorhanden wären. Vor allem auf dem Land gäbe es dann zahlreiche unbesetzte Pfarrstellen. Deshalb muss die Zahl der Pfarrstellen an die Zahl der Pfarrer/Pfarrerinnen angepasst werden.

 

* Das heißt:

Der Pfarrplan stellt sich nicht nur den geringer werdenden Finanzen (vgl. o.), sondern auch dem Problem, dass weniger Pfarrer mehr Kirchengemeinden versorgen müssen – oder umgekehrt, dass jede Kirchengemeinde noch ihren Pfarrer/Pfarrerin hat. Dazu müssen weitere Möglichkeiten eröffnet werden. Das ist aber nicht Aufgabe des Pfarrplans, sondern der Landessynode.

 

* Das Stellenverteilungskonzept legt für die gesamte Landeskirche fest, wie hoch die Pfarrstellenzahl in einem Kirchenbezirk sein muss, damit überall eine Kirchengemeinde einen Pfarrer/Pfarrerin hat und wie diese Gesamtzahl von Pfarrern auf die Kirchenbezirke verteilt wird. Der Kirchenbezirk Blaufelden kann 19,25 Pfarrstellen beanspruchen, einschließlich der landeskirchlichen Stellen von Dekan und Pfarrer zur Dienstaushilfe (PDA). Die genaue Reduzierung für den Kirchenbezirk Blaufelden beläuft sich von der derzeitigen Stellenzahl aus gesehen auf 1,25 Pfarrstellen weniger.

Hier können Sie das Stellenverteilungskonzept herunterladen (pdf-Datei mit 78 kB)

 

Aufgabe des Pfarrplansonderausschusses (PSA)

* Vorschläge erarbeiten für die Verteilung der dem Kirchenbezirk zugewiesenen Zahl an Pfarrstellen (19,25 Pfarrstellen).

 

* Dank an die verschiedenen Gremien in den Distrikten und auch hier im PSA, die mit großem Aufwand und sehr viel Engagement sich eingebracht haben. Der Pfarrplansonderausschuss hat insgesamt siebenmal getagt.

 

* Dank an unsere Sekretärinnen!!!!

 

Der Dank gilt allen, die Ihren Beitrag geleistet haben, damit Vorschläge auch aus Sicht der Kirchengemeinden und Distrikte zustande kamen.

 

Dass diese Vorschläge unter Umständen nicht alle so zum Tragen kommen, wie sie in den Gremien gedacht wurden, liegt auch daran, dass die verschiedenen Rückmeldungen einander widersprachen oder eben andere Sichtweisen und Zusammenhänge geltend gemacht werden mussten. Irgendwann muss aber auch entschieden werden und deshalb ist es die Aufgabe des PSA und letztlich der (Sonder)Bezirkssynode. Wir sind uns in diesem Entscheidungsprozess bewusst, dass es keine absolut richtigen, nur einleuchtende und widerspruchslose Entscheidungen gibt. Deshalb ist auch die Kategorie von entweder richtiger oder falscher Entscheidung nicht hilfreich. Es wird um eine mehr oder weniger richtige Entscheidung gehen und deshalb würden Entscheidungen auf der Ebene von Sieg und Niederlage nicht helfen, die notwendigen Veränderungsprozesse zum Guten zu führen. Der PSA hat versucht und die Sondersynode soll versuchen, eine mehr oder weniger richtige Entscheidung zu finden.