Berichte 2016

 

 

Studienfahrt nach Ulm

Brot ist Leben und weit mehr als nur ein Nahrungsmittel
Am vergangen Donnerstag war es wieder so weit. Die Bezirksarbeitskreise Frauen aus Crailsheim und Blaufelden hatten in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Crailsheim zu einer Halbtagsstudienfahrt nach Ulm eingeladen. Wie bereits in den vergangenen Jahren, war der Bus schnell gefüllt und knapp 50 Frauen konnten gegen 13.00 Uhr Richtung Ulm starten. Unterwegs wurde noch ein Gast an Bord genommen. Ingeborg Raab, ehemalige Crailsheimerin gesellte sich an der Autobahnauffahrt Fichtenau/Neustädtein zur Reisegruppe. Die interessierten Frauen erfuhren von ihr viel Interessantes über die Stadt Ulm aber auch über die Geschichte des Ulmer Münsters. Bei leichtem Nieselregen angekommen, stand zuerst der Besuch des Brotmuseums an. Die große Gruppe wurde auf zwei Museumsführerinnen verteilt, damit auch wirklich alle Frauen etwas verstehen und sehen konnten. Den Auftakt der Ausstellung bildete im Foyer eine lebensgroße Installation einer Backstube um 1900 – wo auch schon das Thema „Hygiene“ erkennbar war. Die Brote konnten damals schon auf zwei Ebenen in einem Backofen eingeschossen werden. Auch gab es zu dieser Zeit bereits elektrische Hilfsmittel und natürlich Licht.

Im ersten Stock wird dann der Blick von der frühzeitlichen Kultivierung verschiedener Getreidearten über die landwirtschaftliche Produktion bis hin zu den verschiedenen Mahlverfahren gelenkt. Eins wurde dennoch klar: Damals wie heute entsteht Brot auf dieselbe Weise. Zutaten werden gemischt, der Teig gelockert, geformt und schließlich in einem geschlossenen, erhitzten Raum gebacken. Während auf dem Land das Brot meist für den Eigenbedarf gebacken wurde, spielte der Verkauf desselben in den Städten seit jeher eine wichtige Rolle. Wie andere Handwerker auch, so schlossen sich im Mittelalter ebenfalls die Bäcker zu Zünften zusammen. Dadurch gewannen sie an Einfluss, was sich auch in den ausgestellten, beeindruckenden Zunftgegenständen widerspiegelte.

Ganz beeindruckend wird mit Bildern und Skulpturen dargestellt, dass bis vor 250 Jahren der Mangel an Brot gleichbedeutend mit Hunger war, da kaum andere Grundnahrungsmittel zur Verfügung standen. So zeigt die Ausstellung in verschiedenen Epochen – Altes Ägypten, Antike, Mittelalter und Neuzeit – die Bedeutung von Hunger. Dieser ist bis heute nicht nur ein Phänomen der Vergangenheit, sondern bedroht weiterhin mehr als 800 Millionen Menschen. Deshalb ist ein Teil der Ausstellung auch der gegenwärtigen Welternährungslage gewidmet.

Nach dem Museumsbesuch begaben sich die Frauen auf direktem Weg zum gewaltigen und beeindruckenden Ulmer Münster, da dieses bereits um 16.45 Uhr schließt. Das Ulmer Münster im gotischen Baustil ist die größte evangelische Kirche in Deutschland mit dem höchsten Kirchturm (161,53 m) der Welt. Mit normaler Bestuhlung bietet diese Kirche mit ihren herrlichen Fenstern 2000 Personen einen Sitzplatz. Beim württembergischen Landesposaunentag finden aber auch bis zu 4500 Bläser samt Instrumenten Platz. Der Hauptturm könnte über 768 Stufen auf 143 m bestiegen werden. Dazu fehlte den Frauen aber die Zeit und vor allem sollte dann auch super schönes Wetter sein, damit sich dieser Aufstieg dann auch lohnt. Ein langes Verweilen in der großen Kirche konnten sich die Frauen bei den frostigen Temperaturen verkneifen und alle freuten sich auf eine schöne heiße Tasse Kaffee in den umliegenden Café´s und Bäckereien. Wie immer, war dann die freie Zeit schnell vorbei und zusammen mit dem Busfahrer ging es zurück zum Bus und mit diesem in die Heimat. 

Text: Inge Kaletta

Fotos: Inge Kaletta

Vorbereitung für den Weltgebetstag "Kuba" in Blaufelden

43 Frauen haben sich einladen lassen, praktische Vorschläge und Tipps für die Gestaltung der Weltgebetstagstreffen am 4.3.2016 in den einzelnen Kirchengemeinden mitzuerleben. Sigrid Bullinger und Elke Bönisch stellten das Weltgebetstagsland "Kuba" mit einem Eingangssketch vor. Alle Frauen bekamen ein Gläschen mit selbst gemachter Zitronenlimonade. Dann durfte Claudia Wagner ans Ruder, um mit den Frauen die vorgeschlagen Lieder einzuüben.

Die Bibelarbeit hatte dankenswerterweise Pfrin. i. R. Ulrike Engelhardt aus Kirchber/Jagst übernommen. In gewohnter Weise endete der informative Nachmittag mit einem gemeinsamen Stehkaffee. Ein herzliches Dankeschön geht hier an unser Küchenteam Hannelore Bayer, Annemarie Kern und Gertrud Meider.

Text: Inge Kaletta

8. Frauenkreuzweg in Wallhausen trotz Kälte und Regen

Für viele Frauen unseres Kirchenbezirks Blaufelden ist der Frauenkreuzweg mittlerweile zu einem festen Karfreitagsritual geworden. Schon zum 8. Mal hat das BAF-Team diesen Kreuzweg vorbereitet und durchgeführt. In diesem Jahr fand er – leider bei Dauerregen - in Wallhausen statt. Trotz der widrigen Wetterbedingungen sind 47 Frauen, darunter auch ein paar Männer und erfreulicherweise Sebastian Unbehauen vom Hohenloher Tagblatt, den Weg mitgegangen. Musikalische Akzente bei den einzelnen Stationen setzten Wilfried und Jonas Dippon aus Schainbach. Durch gesungene Kyrierufe und gemeinsames Psalm-Gebet wurden die Teilnehmer immer wieder in den Ablauf mit einbezogen. Der Weg begann am Rathaus, führte an der Seniorentagesstätte D & S vorbei zum Kindergarten „Schatztruhe“ und ging dann hoch zum EDEKA- Markt der Familie Ruff und am Eico-Getränkemakt vorbei zur Abschlussstation in der St. Veitkirche. Die Kollekte in Höhe von 210,-- € geht in diesem Jahr an das Frauen- und Kinderhaus in Schwäbisch Hall. Diese Einrichtung bietet körperlich oder seelisch misshandelten oder von Misshandlung bedrohten Frauen und deren Kindern Schutz, Unterkunft und Beratung. Herzlichen Dank allen Geberinnen und Gebern.