Das ist Hospizbegleitung

Der Hospizverein Blaufelden begleitet Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen zu Hause und in Pflegeeinrichtungen.

Unser Anliegen ist, Menschen den Wunsch zu erfüllen, zu Hause sterben zu können. 

Mit den Angehörigen zusammen soll zu Hause eine Atmosphäre der Geborgenheit geschaffen werden, die dem Kranken und Sterbenden und denen, die ihn umsorgen gut tut.

Wir wollen aber auch an die Menschen denken, die in Heimen wohnen, und oft keine Angehörigen und Freunde in der Nähe haben. Manche von ihnen fühlen sich allein und verlassen. 

 

Der Hospizverein ist dabei ein Teil des multiprofessionellen Versorungsteams, das optimaler Weise aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten, dem Küchenteam, dem Seelsorger und ehrenamtlichen Mitarbeitern bestehen kann.

 

Unsere ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen wollen mithelfen, dass jede/r BewohnerIn eines Privathaushaltes oder einer Pflegeeinrichtung, in die sie gerufen werden, die für die/den BewohnerIn selbst bestmöglichste, selbstbestimmte Lebensqualität bekommt und auch seine Angehörigen nicht allein gelassen werden.

 

Unser Angebot ist ehrenamtlich, d. h. es entstehen für die Betroffenen keine Kosten.

Alle Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflihtet, sie stehen unter Schweigepflicht.

 

In der mit Ihnen vereinbarten Zeit möchten die ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen Ihnen zur Verfügung stehen. Sie nehmen sich Zeit, hören zu, fühlen und gehen mit, auch wenn das "nur" am Bett zu sitzen heißt, oder Ihren Angehörigen ermöglichen einen wichtigen Termin wahr zu nehmen oder ihnen eine Verschnaufpause zu gönnen in dem Wissen, es ist jemand da.

Es kann aber auch heißen gemeinsame Hobbies im Gesprächsaustausch zu pflegen, ein Buch oder aus der Zeitung vorzulesen, einen zur Gewohnheit gewordenen Spaziergang weiterhin zu ermöglichen...

Dabei wird Ihre persönliche Weltanschauung, Ihre religiöse und spirituelle Ansicht geachtet und respektiert.

 

Angesichts des nahen Todes ist die begleitende Nähe eines Mitmenschen ein Zeichen, dass Gottes Liebe uns auch im Sterben trägt.

 

Wir sind gerne bereit uns auf Anfrage mit Ihnen oder Ihren Angehörigen zu treffen, um Aspekte der Begleitung zu erörtern und dabei gute Lösungen für alle Beteiligten zu finden.

Für Sie und Ihre Angehörigen wollen wir versuchen gemeinsam eine wohltuende Atmosphäre zu schaffen.

 

Wenn Sie Hilfe brauchen, Begleitung wünschen, nicht mehr weiter wissen, bitte rufen Sie uns an! Telefon 01 71/577 59 34

 

Ehrenamtlicher MitarbeiterIn werden

MitarbeiterInnen bereiten sich auf diesen Dienst vor. Sie wollen schwerkranke, sterbende Menschen begleiten, mit den Angehörigen mitgehen und ihnen in dieser Zeit zur Seite stehen.

 

Um ein/e ehrenamtliche/r MitarbeiterIn im Hospizverein zu sein benötigt man deshalb einen etwa 100 Stunden umfassenden Befähigungskurs.

Diesen Kurs sollte jede/r besuchen, egal aus welchem Berufsfeld sie/er kommt, also egal ob Hausfrau, Arzt, Pfarrer, Mutter oder Krankenschwester...

Es ist einfach wichtig, den anderen Blickwinkel für dieses Ehrenamt zu bekommen um sich dann ganz zurücknehmen zu können und sich auf den Schwerkranken, Sterbenden oder deren Angehörige einzulassen. 

Auch verpflichten sich alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen dazu, während den Begleitungen zu den monatlichen Treffen zu kommen. Dort werden die Begleitungen besprochen. Man kann sich austauschen, in einem geschützten Rahmen Belastendes losweden, aber auch erfüllene Begebenheiten weitergeben.

So lernt man auch in bestimmten Situationen unterschiedlich zu reagieren.

 

Wir sind in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die Gruppe in Kirchberg leitet Herr Rudat, die in Blaufelden Frau Sauler.

Bei diesen Besprechungen wird nichts nach außen getragen, die Mitarbeiter stehen unter Schweigepflicht.

 

Jedes Jahr gibt es eine Fortbildung für die ganze Gruppe der HospizmitarbeiterInnen.

  

Ehrenamtliche/r MitarbeiterIn des Hospizvereins sein

Über unser 24 Stunden geschaltetes Handy wird Frau Tauras, unsere Einsatzleiterin von Privatpersonen oder Pflegeeinrichtungen angefragt.

Sie ruft dann bei den Mitarbeitern an, die am nächsten zum Einsatzort wohnen.

Ich als ehrenamtliche/r HospizmitarbeiterIn kann nun entscheiden ob ich diesen Einsatz annehmen will oder nicht.  

Wenn ich keine Zeit habe, kann ich nein sagen und Frau Tauras ruft dann die anderen an. So kann ich dieses Ehrenamt auch kombiniert mit anderen Tätigkeiten gut ausüben. 

Als ehrenamtlche/r HospizmitarbeiterIn arbeite ich kostenlos, stehe unter Schweigepflicht und bekomme meine notierten gefahrenen Kilometer vom Verein ersetzt.